Neuer Blick auf die Neue Typographie

1000 Dank an Jens Robbers, der es mit dieser so schönen wie vielschichtigen Covergestaltung geschafft hat, dass ich voller Freude auf die Publikation meiner Dissertation blicke.

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Wie lernt man eigentlich gestalten?

Und was wissen Gestalter? Sind Wissenschaftler auch Gestalter? Was hat Design Thinking mit Gestaltung zu tun? Diese und einige weitere Fragen haben Katharina Walter und ich mit der interdisziplinären Themenklasse des Exzellenzclusters diskutiert.

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Solidarität und Egoismus

Ist Design professionalisierbar? Mit einem bewusst provokanten Vortrag vor dem Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner habe ich eben das ist Frage gestellt – und diese These hinterher angenehm konstruktiv und selbstironisch mit Florian Pfeffer und Boris Kochan auf dem Podium diskutieren können.
Anschließend bin ich dem BDG beigetreten.

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Bauhaus-Glossar

Selten wurde ein Artikel von mir so schön präsentiert – das gilt nicht nur für die hier gezeigte Ausstellung, sondern auch für den Katalog. (Ich diskutierte – äußerst knapp – den Mythos Bauhaus anhand der Themen ›Schrift‹ und ›Kleinschreibung‹).

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Bildmarke Bauhaus

Seit mehr als einem Jahr forsche ich im ›Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung‹ (warum eigentlich nicht ›Brillianzcluster?) zur ›Bildmarke Bauhaus‹, sprich zu Zeichen, die damals und/oder heute als Logo für das Bauhaus funktionieren. Dazu zählen u.a. der Schlemmer-Kopf und Dreieck-Quadrat-Kreis. Mindestens so stark wie einige Bildmarken ist die Wortmarke ›bauhaus‹, die allerdings keine stabile Form hat. In dieser Animation sind rund 80 Ausprägungen der Wortmarke aus dem Zeitraum 1919–heute gebündelt. Brilliante Idee: Philipp Oswalt, geduldige Produktion: Andreas Dimmler, von Amüsement und Ungläubigkeit geprägte Recherche: Julia Meer. (Es ist durchaus erstaunlich, wer heute alles den Namen ›Bauhaus‹ für sich in Anspruch nimmt: Friseure, Brauereien, Techno-Partys, Investment-Banken …) Gezeigt wird die Animation in der Ausstellung bauhaus #allesisdesign im Vitra Design Museum.

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Meer und Film


Mein erster filmischer Versuch endete mit einem äußerst fragwürdigen Werbespot für ›Heinz-Ketchup‹. Das war im 2. Semester. Dieses Mal stand mir glücklicherweise das kompetente Team von EmilFutur zur Seite, so dass Philipp Oswalt und ich nun stolz auf den von uns konzipierten Film blicken können. Gezeigt wird er im Rahmen der von Jolanthe Kugler kuratierten Ausstellung bauhaus #allesistdesign im Vitra Design Museum (anschließend in der Bundeskunsthalle Bonn, weitere Stationen sind in Planung).

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Forever aktuell? Das Bauhaus.

Ist das Bauhaus noch aktuell? Fertighäuser im Bauhaus-Stil, der exponentielle Anstieg der Stahlrohrmöbel-Produktion – sowohl der lizensierten Re-Editionen als auch der Plagiate –, steigende Besucherzahlen der Bauhaus-Museen sowie die politische und finanzielle Aufmerksamkeit, die dem Bauhaus angesichts des heraufziehenden 100-Jahr-Jubiläums zuteil wird, lassen diese Frage zu einer rhetorischen werden.
Aber warum ist das Bauhaus noch aktuell? Warum wirkt eine Institution, die nur von 1919 bis 1933 bestand, bis heute fort? Wie wurde eine Kunstschule zu einer Marke, mit der sich heute neben modernem Design auch Solartechnik und Bier bewerben lassen?
Im Vortrag wurden anhand dieses populären Beispiels Mechanismen der Designgeschichtsschreibung aufgezeigt, und diskutiert, welchen Einfluss Selbstinszenierung und mediale Repräsentation auf die Entstehung und Entwicklung von Geschichte und ihrer Erzählweise haben sowie welche Rolle Rezipienten und Konsumenten in diesem Prozess spielen.

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Vortrag Typografische Gesellschaft München


Wie viel Künstler steckt im Designer? Und ist das gut so? In einem Streifzug durch die Geschichte des Grafik-Designs habe ich herausgearbeitet, wie sich das Selbstbild von Gestaltern auf die Professionalisierung der Disziplin »Design« auswirkt. Dabei wurde in Anschluss die Frage nach einer sinnvollen Ausbildung und einer Regulierung des Zugangs zum Beruf ebenso diskutiert wie die Notwendigkeit eines Berufsverbandes. Ich war hocherfreut, dass einige der mir inzwischen allzu vertrauten Passagen aus meiner Dissertation die heutige tätigen Designer_innen in derartige Aufregung versetzten.

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Das Prinzip Kramer

Eine wunderbar von Matthias Wagner K inszenierte Ausstellung im Museum für angewandte Kunst Frankfurt. Kuratiert von Gerda Breuer, Julia Meer und Klaus Klemp.
Laufzeit 6. Februar bis 7. September 2014.
Fotos: Anja Jahn © Museum Angewandte Kunst.

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Kramer, Ferdinand

Fast zu zarte Headlines, blaue Fußnoten, ein Umschlag aus weißem Leinen. Herausgegeben von Gerda Breuer, mit einem kleinen Text von mir:
Kramersche Konsistenz – Zu den typografischen Arbeiten Ferdinand
Kramers. In: Kramer, Ferdinand – Design für variablen Gebrauch,
hg. von Gerda Breuer, Wasmuth Verlag, Tübingen 2014

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