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Typokalender

Nach einigen Semestern in denen ich mich mit Schrift beschäftigte, entwickelte sich der Wunsch, dieses Wissen viel früher erworben zu haben. Zwar haben wir im ersten Semester einige Bücher über Typografie und den idealen Zeilenabstand auswendig lernen müssen – hinzuschauen hatte uns allerdings niemand gelehrt. Deshalb gestaltete ich diesen Kalender, der innerhalb der ersten Semesterferien bearbeitet werden sollte. Jeden Tag gibt es eine kleine Aufgabe: Zwiebelfische erkennen, echte Kursive sehen, einige wichtige Schriftarten im Alltag wieder finden, sogar ein wenig Schriftschreiben war dabei. Der zuständige Professor fand den Kalender toll, glaubte jedoch, die Aufgaben seien zu schwierig – eine grobe Fehleinschätzung, da bin ich sicher.


Trennt man die in Japanbindung angelegten, vorperforierten Seiten auf, findet man Lösung bzw. Abgleich. Fast immer soll die Schrift bestimmt werden, meist jedoch sind sie namentlich genannt und müssen nur zugeordnet werden.

Schriften selbst weiterzuzeichnen lehrt schauen und denken. Und Respekt für Schriftgestalter.

Mehrere Zwiebelfische finden sich auf dieser Seite. Es gilt sie zu entdecken und sowohl ihre, als auch die Hauptschriftart zu bestimmen.

Schriftschreiben üben nach Jan Tschichold.

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Typocheck

›Wie heißt die Schrift noch mal?‹ Anfangs diente mir der Typocheck zum Bestimmen von Schriftarten auf Zugfahrten, beim Einkaufen etc. Viel beliebter wurde er allerdings als Schriftfächer. Etliche Freunde bekamen ein Typocheck-Paar (mit Serifen und Serifenlos) und nutzen es bis heute zur Auswahl der geeigneten Schrift. Er bräuchte allerdings ein Update mit Fließtextbeispielen sowie all den neuentdeckten Schriften.

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Typospiele

Alle sollten Schrift so toll finden wie ich. Deshalb entwarf ich Spiele, die helfen, Schriften zu unterscheiden, ihre Besonderheiten zu erkennen – also: genauer hinzusehen und Freude an der Vielfalt und den Details zu haben.


t-Domino: Gespielt wie gepunktetes Domino, bloß mit verschiedenen t’s.

abc: Hier sollen die richtigen Alphabete zusammensortiert werden. 10 sind es insgesamt, verschiedene Schwierigkeitsgrade je nach Kombination möglich. Für Anfänger: serifenlos+serifenbetont+klassizistisch. Für Fortgeschrittene: Garamond+Minion.

u-Quadrat: viele verschiedene U’s aus denen ein Quadrat gelegt werden soll – und zwar so, daß die richtigen Hälften zusammen liegen.

e-Würfel: sechs verschiedene e’s auf sechs Seiten. Hier geht es darum, die richtigen Seiten nach oben zu bringn und so ein harmonisches e zu erzeugen.

Typo-Memory: Pärchenweise a’s finden. Verschiedene Schwierigkeitsgrade möglich, je nach Auswahl und menge der Karten. Das Alphabet ist auch darauf – so wird das Memory wenn man es aufstellt zum Schriften-Erkennen-Trainingsprogramm.

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